– wie aus einer Familientradition ein Thema für die Grabanlage wird –
Eine individuelle Grabmalgestaltung beginnt oftmals mit der Erinnerung an gemeinsame Stunden, Erfahrungen, Leidenschaften oder, wie in diesem Fall, dem durchstreifen von Wäldern auf der Suche nach Pilzen. Diese Grabanlage ist auch für uns eine sehr persönliche Arbeit. Sie ist für den Vater unseres Nachbarn und es gibt einige Überschneidungen, die uns vorher so nicht bewusst waren.
Eine davon ist das Pilze Sammeln. In der Tiefe kann das wahrscheinlich nur verstehen, wer selbst Pilze sammelt.
Die Idee
Das erste mal darüber gesprochen haben wir eigentlich schon, als wir uns im Vorgarten begegnet sind, gleich, nachdem unsere Nachbarin uns von dem Verlust bescheid gegeben hatte. Der junge Mann hatte längst schon eine Idee davon, was als Symbol für die gemeinsame Zeit auf den Stein sollte. Er wusste auch schon, dass wir auch Pilze sammeln – obwohl wir vorher noch gar nicht darüber gesprochen hatten. Aber wir sammeln auch wirklich gerne und oft, also ist das in der Nachbarschaft kein Geheimnis.
Wir sprachen über die verschiedenen Möglichkeiten, ein solches Motiv in Stein umzusetzen – als Relief oder als Skulptur… Es war sehr schnell klar, dass es vollplastisch werden sollte. Am liebsten so, dass man in den Hut Wasser tun kann, und so eine Vogeltränke hat. Und einen Platz für Vogelfutter braucht es auch – ich leibte diese Idee vom ersten Moment an.
Zu Hause machte ich eine erste Skizze, damit ich das Bild, dass ich spontan vor Augen hatte, nicht wieder vergesse. Im Prinzip war es genau das, wofür sich die Familie dann auch entschieden hat.
Es hat direkt gepasst.

Gemeinsame Streifzüge durch den Kirkler Wald
Die Umsetzung








schließlich die Montage auf dem Hauptfriedhof in Neunkirchen/Saar


